Krankenhäuser – fit für die Zukunft: prozessoptimiert und grün
8. Gesundheitsgipfel Bayern präsentiert wegweisende Konzepte
Landshut/Eggenfelden - Ein neuer Teilnehmerrekord zeigt: Der „Gesundheitsgipfel Bayern“ ist zur Pflichtveranstaltung für Entscheider aus dem Kliniksektor geworden. Bereits zum achten Mal lud die BPM Bau- und Projektmanagement Hartl GmbH zum Fachkongress nach Landshut ein. Rund 90 führende Vertreter aus Krankenhaus-Management, Ärzteschaft, Regierung und Verwaltung sowie Dienstleister und Berater nutzten Vorträge und Diskussionen, um sich über aktuelle Entwicklungen im Gesundheitswesen zu informieren. Besondere Aufmerksamkeit erntete dabei die „Initiative Green Hospital“ der bayerischen Staatsregierung.
Initiative Green Hospital Bayern
Erstmals im größeren Kreis präsentierte Peter Lechner, Ministerialrat im bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit, die Initiative „Green Hospital Bayern“, die Krankenhäuser auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit unterstützen will. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Energieeffizienz. So erzeugt ein Krankenhaus gegenüber einem vergleichbaren Bürogebäude die 2,5-fache Menge an CO2-Emissionen, pro Bett und Jahr betragen die Energiekosten rund 3.300 Euro. Erhebliches Sparpotenzial liegt in der Reduzierung von Energieverlusten und -verbrauch, effizienterer Energieerzeugung und dem Einsatz regenerativer Energieträger. Darüber hinaus umfasst das Konzept Maßnahmen zur Steigerung der Prozesseffizienz sowie Anpassungen an medizinische, räumliche und organisatorische Erwartungen der Patienten.
Erste Umsetzungsstufe ist das Referenzprojekt „Green Hospital Lichtenfels“, in dem Ziele aufeinander abgestimmt und erprobt sowie Krankenhausträger für das Thema sensibilisiert werden sollen. Das Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit baut als zweite Stufe eine Datenbank mit Best-Practice-Beispielen aus bayerischen Kliniken auf. Lechner betonte, dass teilnehmende Krankenhäuser keine zusätzlichen Fördermittel erhalten. Jedoch wird Minister Markus Söder herausragende Projekte im Rahmen des für 2012 geplanten Green-Hospital-Kongresses auszeichnen.
BPM-Geschäftsführer Marcus Hartl beleuchtete das Thema aus der Praxisperspektive: Für Neubauten wird es frühestens Ende 2011 Zertifizierungs-Richtlinien geben. Jedoch, so Hartl, bestünden auch bei Sanierungen enorme Einsparmöglichkeiten. So amortisierten sich etwa die Investitionen für eine Umstellung auf LED-Beleuchtung schnell. „Grüne" Themen sind für Hartl nichts Neues: Die BPM GmbH verfolge mit ihren Tochterunternehmen seit Jahren Ansätze wie den Ausbau des Wohlfühlcharakters für mehr Patientenzufriedenheit oder Strategien zur Müllvermeidung und Verbesserung der Energieeffizienz.
Chancen durch Vernetzung
Einen Überblick über die deutsche Krankenhauslandschaft zwischen Wettbewerbsfähigkeit und Ökonomisierung der Patientenversorgung gab Ministerialdirigent Dr. Gerhard Knorr, Leiter der Abteilung Krankenhausversorgung und Gesundheitsschutz im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit. Die Auswirkungen aktueller Gesetzesvorhaben, vor allem des Versorgungsstrukturgesetzes, stießen auf großes Interesse.
Erleichterte Ermächtigung und die Einbindung in die ambulante spezialärztliche Versorgung eröffnen Krankenhäusern neue Aufgabenbereiche. Als wichtige Antwort auf neue Herausforderungen bezeichnete Knorr die Konzentration und stärkere Vernetzung der Leistungszentren in Bayern. Im Bereich E-Health steht der Aufbau telemedizinischer Strukturen zur besseren Versorgung des ländlichen Raums auf der Agenda. Knorr appellierte an die Kongressteilnehmer, sich beim Aufbau von Kompetenznetzwerken aktiv einzubringen und eigene Konzepte zu entwickeln.
„VITA“ senkt Folgekosten
In Akutkrankenhäusern steigt die Anzahl von Patienten über 75 rasant, und sie benötigen überdurchschnittlich viele Pflegetage. Einen neuen Ansatz für die Alterstraumatologie stellt das mit dem „Deutschen Innovationspreis Gesundheitswesen 2010“ ausgezeichnete „VITA“-Konzept des Klinikums Augsburg dar. Projektleiter Dr. med. Rainer Kretschmer stellte das Projekt vor, das Patienten mit Altersfrakturen bei größter Sicherheit und Qualität die schnelle Rückkehr in ihr soziales Umfeld ermöglichen soll.
VITA legt das Schwergewicht auf die postoperative Phase und fördert die Selbstständigkeit der Patienten durch aktivierend-therapeutische Pflege sowie präventive Physiotherapie und Ergotherapie. Der höhere Personalaufwand rechnet sich Kretschmer zufolge durch die schnellere und stressfreiere Entlassung der Patienten und niedrigere Folgekosten. Im Klinikum Augsburg ist VITA so bereits über die mit 10 Prozent der Fälle erreichten Einsparungen kostendeckend.
Herausforderung Hygiene in der Klinik
Einen prägnanten Schlusspunkt setze Krankenhaushygieniker Dr. med. Johann Joachim Mattes mit seinem Vortrag. Mit kabarettistischem Wortwitz begeisterte er sein Publikum für den Kampf gegen multiresistente Keime und andere Hygiene-Herausforderungen im Klinikalltag. Nach der Vorstellung typischer Fehlerquellen widmete er sich konkreten Präventions- und Verfahrenstipps. Angesichts der Zunahme resistenter Erregerstämme forderte er Konsequenzen für Klinikneubauten, etwa eine ausreichenden Zahl von Einzelzimmern und Isolierzimmer nicht nur in Intensivstationen.
Die regen Diskussionen im Anschluss an jeden Vortrag belegten das große Interesse der Teilnehmer an den Kongressthemen. Die durchwegs positiven Rückmeldungen ermutigten die Veranstalter, den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen. Der 9. Gesundheitsgipfel im Jahr 2012 ist bereits beschlossene Sache.
Über die BPM-Gruppe
Die BPM Bau- und Projektmanagement Hartl GmbH mit Sitz im niederbayerischen Eggenfelden hat sich auf die Projektsteuerung von Baumaßnahmen für öffentliche Auftraggeber spezialisiert. Seit der Gründung im Jahr 2000 ist ein kontinuierliches Wachstum von BPM zu verzeichnen. Ergänzende Leistungsangebote führten 2004 zur Gründung der PCG GmbH sowie der PrograMed GmbH im Jahr 2006.
Die Geschäftsfelder der BPM-Gruppe umfassen heute sowohl den öffentlichen wie den privaten Sektor und reichen von Kliniken, Gesundheitszentren, Schulen, Gewerbe- und Industrieobjekten bis hin zu Wohn- und Geschäftshäusern. Die Unternehmen der Firmengruppe sind bundesweit tätig und wickeln pro Jahr ein Projektvolumen von ca. 150 Mio. Euro ab.
Pressekontakt
BPM Bau- und Projektmanagement Hartl GmbH
Eva-Maria Haas
Hofmark 50
84307 Eggenfelden
Tel.: 08721 5078-18
Fax: 08721 5078-29
E-Mail: haas@bpm-gmbh.de
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Vertreter aus Krankenhaus-Management, Ärzteschaft, Regierung und Verwaltung sowie Dienstleister und Berater nutzten den Gesundheitsgipfel, um sich über aktuelle Entwicklungen im Gesundheitswesen zu informieren

Der „Gesundheitsgipfel Bayern“ ist zur Pflichtveranstaltung für Entscheider aus dem Kliniksektor geworden.

Ministerialdirigent Dr. Gerhard Knorr appellierte an die Kongressteilnehmer, sich beim Aufbau von Kompetenznetzwerken aktiv einzubringen

Dr. med. Rainer Kretschmer präsentierte mit dem Augsburger „VITA“-Konzept einen neuen Ansatz für die Alterstraumatologie

Dr. med. Johann Joachim Mattes gab mit kabarettistischem Wortwitz Tipps zur Verbesserung der Krankenhaushygiene



