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Die Schule im Tal, die Halle auf dem Berg

Neue Niedernburger Turnhalle in Betrieb - Offizielle Einweihung am Montag

Oberhaus fünf. An dieser Adresse wird seit Montag offiziell geschwitzt und gedehnt, gespielt und gesportelt. Die Gisela-Schulen Passau-Niedernburg haben ihre neue Zweifachturnhalle in Betrieb genommen, kommenden Montag folgt die offizielle Einweihungsfeier mit kirchlicher Weihe. Damit gehen drei aufreibende Jahre ohne eigene Sportstätte zu Ende. Die alte Turnhalle (am Römerplatz, nahe der Hängebrücke) war 2013 dem Hochwasser zum Opfer gefallen.

Wegen zu hoher Sporenbelastung wurde sie geschlossen, die rund 1000 Schülerinnen des Gisela-Gymnasiums und der Gisela-Realschule Niedernburg mussten mit dem Bus zum Sport gefahren werden – nach Salzweg oder Hutthurm etwa. Nur das benachbarte Leopoldinum war fußläufig zu Sportzwecken zu erreichen.

Zwar müssen die Schülerinnen auch künftig mit dem Bus zum Sportunterricht – auf den Oberhausberg, auf das Gelände hinter dem Haus der Jugend – gefahren werden, doch die Zeiten ständig wechselnder, fremder Sportstätten mit teils langen Anfahrtswegen sind nun vorbei. Die Niedernburger haben wieder etwas „Eigenes“. Darüber ist auch Direktor Rudolf Nerl „heilfroh“ – die drei zurück liegenden Jahre seien lang und anstrengend gewesen. Im September 2014 hatte man begonnen, eine neue Halle zu planen, seit Mitte August 2015 wird gebaut und im Oktober 2015 war offizielle Grundsteinlegung. Ein Jahr später ist das rund 6,1 Millionen Euro teure und 300000 Euro billiger als gedachte Bauprojekt nun also fertig. Hinter dem Haus der Jugend hat man zusammen mit der Diözese Passau auf dem Oberhausberg eine moderne, teilbare Sportstätte errichtet, die sich durch ein in den Georgsberg abgesenktes Hallenniveau und eine pavillonartige Bauweise auszeichnet.

Sportlehrerin und stellvertretende Schulleiterin Ursula Mairinger hat die neue Halle schon genutzt und ist „ebenso wie die Schülerinnen“ begeistert – vor allem von der neuen, modernen, sanitären wie technischen Ausstattung, den warmen Farben an den Wänden und den Glasfronten. Das Pendeln zur Sportstätte, primär während der Pausen, funktioniere sehr gut. Das sei aber auch kein Wunder: „Schließlich sind unsere Schülerinnen seit drei Jahren darin Spezialistinnen."