21.06.2012: Gymnasium Ergolding - Hochbauausschuss vergibt Aufträge für 2,05 Mio. Euro

Die BPM Bau- und Projektmanagement Hartl GmbH ist mit der Projektsteuerung nach § 205 AHO für den Neubau des Gymnasiums und der Zweifachsporthalle beauftragt

Der Landkreis Landshut errichtet am Standort Ergolding als Neubau ein vierzügiges Gymnasium mit offener und gebundener Ganztagsschule und einer Zweifachsporthalle. Der Betrieb wird zum Schuljahr 2013/14 voraussichtlich mit den Jahrgangsstufen 5 bis 7 aufgenommen. Bei der Planung des 32-Millionen-Projektes sind Energieeffizienz und Nachhaltigkeit die obersten Anforderungskriterien. Die Anforderungen der EnEV 2009 werden um mehr als 20% unterschritten.

Nachdem dem Projektstartgespräch am 31.03.2011 erfolgte und der Kreistag im Sommer 2011 die Entwurfsplanung freigegeben hat erfolgte schon im November 2011 de Spatenstich.

Wir, die BPM Bau- und Projektmanagement Hartl GmbH, sind mit der Projektsteuerung für das Projekt beauftragt und haben somit die Aufgabe, den Bauablauf und die Arbeit der Planungsbüros von den Architekten über die Statiker bis zu den Projektanten der technischen Einrichtungen zu koordinieren - bei einer Planungszeit von 8 Monaten bis zum Baubeginn und einer Bauzeit von nicht einmal zwei Jahren keine kleine Herausforderung, die die gesamte Kompetenz unserer Spezialisten fordert. Außerdem sind wir für die Kosten- und Terminsteuerung und -kontrolle verantwortlich - derzeit liegt das Projekt voll im Zeitplan und das freigegeben Budget wird aktuell sogar um ca. 200.000 Euro unterschritten.

Am 19.06.2012 berichtet das Regional Fernsehen Landshut rfl tv in einem interessanten Kurzbericht über das Projekt Neubau Gymnasium Ergolding:

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In der Landshuter Zeitung erschien zum Projekt Neubau Gymnasium Ergolding am 19.06.2012 folgender Artikel:

Neues Gymnasium ist „auf einem super Weg"

Hochbauausschuss vergibt Aufträge für 2,05 Millionen Euro - Erweiterung in Vilsbiburg

Trotz schweißtreibender Temperaturen strahlten die Mitglieder des Hochbauausschusses am Montagnachmittag mit der Sonne um die Wette. Und zwar aus gutem Grund: Denn beim neuen Landkreisgymnasium in Ergolding verläuft derzeit alles nach Plan. Sowohl der Zeitplan als auch das Kostenbudget für das 32 Millionen Euro teure Projekt werden nach wie vor eingehalten. Sehr zur Freude von Landrat Josef Eppeneder und den Bauexperten des Kreistages, die gestern sechs größere Aufträge mit einem Gesamtvolumen von rund 2,05 Millionen Euro vergaben, ohne das Limit zu überschreiten. Außerdem segneten die Ausschussmitglieder Ausgaben in Höhe von rund 687000 Euro für die Erweiterung des Vilsbiburger Gymnasiums ab, wo in Kürze Baumaschinen auffahren werden.

Bevor die Mitglieder des Hochbauausschusses aufatmen konnten, weil nach derzeitigem Stand der Kosten ahmen um knapp 200.000 Euro unterschritten wird, mussten sie zwischenzeitlich allerdings mehrmals tief durchatmen, weil vor allem bei den Dach-Gewerken teils drastische Überschreitungen der kalkulierten Ausgaben in Kauf genommen werden mussten.

In den Kostenmehrungen spiegelt sich zum einen die gute Auftragslage, erläuterte Projektleiter Michael Unverdorben von der BPM Bau- und Projektmanagement GmbH, Eggenfelden, die im Auftrag des Landkreises tätig ist. Hierfür spreche allein schon die zuweilen sehr geringe Zahl an Bietern, die wiederum nicht gerade mit „Kampfpreisen" um zusätzliche Aufträge buhlen würden. Zum zweiten stelle sich heraus, dass die Budgeterstellung unter hohem Zeitdruck erfolgt sei und deshalb mitunter Kosten zu gering angesetzt worden seien. „Bei den anderen Gewerken passt es dann wieder", so Unverdorben. Auffallend hoch fiel die Überschreitung des Kostenrahmens bei den Dachabdichtungsarbeiten aus: Als günstigster Bieter (647.245,11 Euro) lag die Bedachungs-GmbH aus dem sächsischen Neuhausen immer noch um 256.126,94 Euro über der Kostenschätzung; das teuerste der fünf Angebote hätte sogar gut 900.000 Euro gekostet.

Auch bei der Dachkonstruktion muss der Landkreis im Vergleich zum vorgegebenen Kostenrahmen „draufzahlen". Die Rosenheimer Firma Großmann sicherte sich zum Preis von 406.812,36 Euro den Auftrag, für den eigentlich nur 268.000 Euro eingeplant waren. Das höchste der fünf vorliegenden Angebote hätte sich sogar auf 1,4 Millionen Euro belaufen. „Das sind zurzeit die Preise, die werden wir nicht ändern können", lautete der lakonische Kommentar von FDP-Kreisrat Toni Deller, nachdem sich zuvor bereits Willi Gürtner (Freie Wähler) über die erheblichen Preisunterschiede gewundert hatte.

Günstiger als veranschlagt kommen dagegen die Fassadenarbeiten, die die Mettenheimer Firma Scholtyschik & Partner zum Preis von 451.970,20 Euro ausführen wird, was einer Kostenunterschreitung von 22.870 Euro entspricht. Auch beim Sonnenschutz haben sich die Budgetplaner zugunsten des Landkreises „verrechnet". Statt der kalkulierten knapp 220.000 Euro müssen für dieses Gewerk lediglich 96.886,03 Euro ausgegeben werden. Den Zuschlag erhielt die Firma Tautenhahn aus Chemnitz.

Für den Trennvorhang müssen hingegen knapp 14.000 Euro mehr als geplant ausgegeben werden. An diesem Auftrag waren insgesamt sieben Firmen interessiert, fünf Angebote waren jedoch unvollständig und wurden von der Wertung ausgeschlossen. Ausgeführt wird der Auftrag von der Firma diaplan Innenausbau GmbH aus Freilassing.

Erfreulich fiel das Ergebnis der Ausschreibung für die Fachraumausstattung aus, obwohl der günstigste Anbieter „disqualifiziert" werden musste, weil er ein Deckenversorgungssystem und Stühle liefern wollte, die nicht den geforderten Kriterien entsprochen hätten. Doch auch der zweitgünstigste Bieter hatte ein vielversprechendes Angebot abgegeben, so dass anstelle von geschätzten knapp 590.000 Euro nur 414.325,03 Euro an die Firma Hohenloher aus Öhringen in Baden-Württemberg zu überweisen sind. Mit Genugtuung registrierten die Ausschussmitglieder, dass man mit den Bauarbeiten laut Projektleiter Unverdorben „auf einem super Weg" sei und „voll im Zeitplan" liege. Landrat Eppeneder führte dies auf die „hervorragend gute Zusammenarbeit von Projektleiter, Architekten und Baufirmen" zurück.

Während bei den europaweit ausgeschriebenen Gewerken für das Landkreisgymnasium am Montag keine einheimische Firma zum Zuge kam, blieb bei den Auftragsvergaben fürs Vilsbiburger Gymnasium die Wertschöpfung vorwiegend in der Region. Das Maximilian-von-Montgelas-Gymnasium wird in Kürze ebenfalls zur Baustelle, da das Schulgebäude um vier Klassenzimmer erweitert und drei der dadurch „gewonnenen" Klassenräume zu Fachräumen für den naturwissenschaftlichen Unterricht umgebaut werden. Außerdem werden das Lehrerzimmer sowie der Silentiumraum erweitert. Alles in allem genehmigte der Kreisausschuss hierfür 1,78 Millionen Euro. Zwischenzeitlich hat auch die Regierung von Niederbayern den vorzeitigen Maßnahmenbeginn genehmigt, so dass Landrat Josef Eppeneder gemäß einem Beschluss des Hochbauausschusses bereits die jeweils günstigsten Firmen beauftragen konnte.

Die Aufträge wurden beschränkt ausgeschrieben, so dass vor allem heimische Firmen zum Zuge kamen. Die Baumeisterarbeiten werden von der Firma Breiteneicher aus Vilsbiburg zum Preis von 308126,75 Euro ausgeführt. Den Auftrag für die Zimmererarbeiten sicherte sich die Firma Schmid aus Kröning zum Preis von 113.786,19 Euro. Für den Metallbau und die Verglasung der Fenster wird die Firma Schißlbauer aus Schwandorf zuständig sein, die dem Landkreis hierfür 107.436,77 Euro in Rechnung stellen wird. Bei den Dachabdichtungsarbeiten machte die Birkle-Thomer-Resch GmbH aus Tiefenbach das Rennen mit einer Angebotssumme von 134.685,49 Euro. Den Sonnenschutz wird die Firma Haller aus Adlkofen zum Preis von 17.146,84 Euro ausführen. Die Blitzschutzanlage wird von der Firma Maier aus Aidenbach geliefert und installiert. Unterm Strich unterschreiten die sechs Gewerke mit einer Vergabesumme von 686.800 Euro den vorgegebenen Kostenrahmen um 11.055,18 Euro.

Quelle: Landshuter Zeitung vom 19.06.2012 / Seite 14