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Hoher Standard sorgt für hohe Ausgaben

Einrichtung der Berufsschule I kostet 15,7 Millionen Euro - Gymnasiumbau wird günstiger

Deggendorf. Im Rahmen der Bauausschusssitzung am vergangenen Mittwoch im Landratsamt ging es auch um die Kostenberechnung der Ausstattung der Berufsschule I in Höhe von 15.694.373 Euro.

Beschlossen wurde vom Ausschuss, die vorgenannte Kostenrechnung zur Kenntnis zu nehmen und die Verwaltung zu beauftragen, die Planung der Ausstattung des Neubaus auf Basis des vorgestellten Entwurfs fortzuführen. Nach diesem Entwurf, der dem Gremium von Abteilungsleiter Rudolf Hahn erläutert wurde, setzen sich die Kosten wie folgt zusammen: Der Architekt für Gebäude und Innenräume erhält für die Ausstattung 997.372 Euro. Für Heizung, Lüftung und Sanitäranlagen fallen Kosten in Höhe von 48.630 Euro an. Die Elektrotechnik in den Baulichkeiten wird mit einem Kostenaufwand von 1.302.440 Euro beziffert und die Küche kostet 56.700 Euro.

Für die Ausstattung der Werkstätten und integrierten Fachräume müssen 10.717.060 Euro bezahlt werden und als Nebenkosten fallen nochmals 2.624.440 Euro an. Nach den Ausführungen Hahns begründet sich die Kostenmehrung um 16,69 Prozent, 2.628.115 Euro mehr als in der Vorplanung durch die detaillierte Bearbeitung der Ausstattungsplanung durch das Planungsteam. Demnach ergaben sich durch die vielen immer detaillierteren Nutzergespräche etliche Erkenntnisse, die eingearbeitet werden mussten. So kam es auch zu diversen Kostenverschiebungen aus dem Bereich Bauwerkskosten in den Bereich Ausstattung, wie etwa bei den Heizkesseln, die nicht der Beheizung des Gebäudes dienen, sondern zu Schulungszwecken eingebaut werden müssen.

Teuerung bei Werkstätten

Das Gleiche gilt für die Photovoltaikanlage, die nicht der Stromerzeugung, sondern ebenfalls nur Schulungszwecken dient. Die vorgenannte Kostensteigerung resultiert aus Mehrkosten für die Elektrotechnik in Höhe von 758.940 Euro, der Verteuerung der Küche um 24.200 Euro wegen der Vollausstattung mit Geschirr und Tellerstaplern sowie der Ausstattung der Werkstätten und Fachräume mit einem Betrag von 1.403.795 Euro. Dieser setzt sich aus Mehrausgaben für die Fahrzeugtechnik, der Farb- und Elektrotechnik sowie der Technikerschule zusammen. Weitere Mehrkosten verursachten auch neue Planungsumfänge und Verschiebungen zu anderen Planern. Die Nebenkosten von 438.019 Euro für die Planung der zusätzlichen Ausstattung sind aufgrund der begründeten höheren anrechenbaren Kosten ebenfalls gestiegen. "Die Beurteilung von alldem liegt bei der Regierung von Niederbayern. Diese muss uns auch Bescheid geben, was beschafft werden muss und was förderfähig ist." Letzteres werde aber noch geprüft, schob Hahn nach.

Landrat Bernreiter erfreut

Zum Neubau des Robert-Koch-Gymnasiums konnte Rudolf Hahn von erheblichen Kostensenkungen berichten, die eine Kostenunterschreitung in Höhe von 2.547.345 Euro ergaben, die sich aus Vergabegewinnen errechneten. Damit liege die Gesamtprognose bei der Gesamtmaßnahme Gymnasium um 7,08 Prozent unter den zugrunde gelegten Plankosten.

Hahn dankte in diesem Zusammenhang den dafür verantwortlichen Projektgruppen. Landrat Christian Bernreiter zeigte sich ebenfalls sehr erfreut über die Kostenunterschreitung und sagte dazu abschließend: "Dass wir mit über zwei Millionen die Kosten unterschritten haben, ist sehr erfreulich. Wenn es aber andersherum gekommen wäre, dann wären wir auch genau so transparent wie jetzt."